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Die Legende vom dicken Samurai

Der junge Yoshizane saß am Sterbebett seines Vaters, Fürst Katsuro, der seinem Nachfolger und Erben letzte Ratschläge gab, wie er die Provinz regieren und sich der kriegerischen Nachbarn erwehren sollte. Zuletzt beschwor Katsuro seinen Sohn, sich bei drohender Gefahr der Dienste seines früheren ersten Leibwächters zu versichern, des Samurai Matsumoto. Yoshizane entgegnete verblüfft, Matsumoto sei inzwischen ein weithin bekannter Spieler, Zecher und Vielfraß mit einem Bauch wie ein Berg, der sein Glied schon lange nicht mehr gesehen hat. Unterschätze ihn nicht! Ruf ihn, wenn du Hilfe brauchst! rief Katsuro noch aus, bevor er starb.

Wenig später entdeckten Yoshizanes Spione, dass der Herrscher der Nachbarprovinz heimlich eine riesige Armee aufgebaut hatte und schon in den nächsten Wochen einen Überfall plante. Alle Generäle in Yoshizanes Kriegsrat beschworen ihn, die Provinz kampflos zu übergeben, denn es bestand keine Aussicht, in einem Krieg gegen diese Übermacht zu bestehen. Da erinnerte sich der junge Fürst an den Rat seines Vaters und ließ Matsumoto rufen. Der dicke Samurai wurde betrunken aus einem Bordell herbeigeschafft. Fürst Yoshizane hieß alle Räte den Saal verlassen und sprach lange mit ihm. Danach verließ Matsumoto wortlos die Burg und verschwand in den Bergen.

Drei Wochen später kam er zurück. Er war nicht wiederzuerkennen: der Bauch war weg, er war schlank, schnell und bärenstark. Yoshizane ernannte Matsumoto zum General mit besonderem Auftrag. Als die Armee der Nachbarprovinz wenige Tage später ihren Angriff startete, verließ Matsumoto mit einem kleinen Trupp die Festung. An der Grenze tötete er den Heerführer der feindlichen Armee. Dann zog er weiter in die Hauptstadt der Nachbarprovinz, brach in die schlecht bewachte Festung ein und tötete den Fürsten mit seinen drei Söhnen. Der Krieg war vorbei.

Ein Jahr verging. Matsumoto war wieder ein häufig gesehener Gast in den Teehäusern, Bordellen und Sake-Kneipen, oft betrunken, immer gemütlich und beleibt wie zuvor. Da erhielt Fürst Yoshizane die Nachricht, dass der vor Urzeiten vom Sturmgott Susanoo getötete siebenköpfige Drache von Yamata wiederauferstanden war, ein Dorf angegriffen und alle Bewohner aufgefressen hat…

Japanische Chronik, 16. Jahrhundert

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