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Die Samurai-Diät Samurai-Diät

Das Blog zur Samurai-Diät

12. Dezember 2011

Las Dean Martin die "Drinking Man's Diet"?

Im exquisiten Mixology - Magazin für Barkultur (6/2011, S. 102-3) ist mein Essay über den Diät-Pionier, Bonvivant, Künstler und Unternehmer Robert Cameron erschienen, der mit "The Drinking Man's Diet" 1964 im Selbstverlag einen Bestseller geschrieben und produziert hat, der sich 2,5 Millionen mal verkaufte. Ich bin während meiner Recherchen zur Samurai-Diät, insbesondere zum Kapitel "Die beliebtesten Diäten - und warum sie nicht funktionieren", auf dieses faszinierende Büchlein gestoßen und habe es ausführlich besprochen. Parallel bot ich der Redaktion des Magazins Mixology, für das ich im Juli gerade eine Reportag über "Golden Gai - Das verwunschene Herz von Tokio" geschrieben hatte, ein Essay zu diesem Thema an.

Chefredakteur Markus Orschiedt war sofort interessiert, da er die berühmte Fotobuchserie "Above" kannte, in der Robert Cameron die größten und faszinierendsten Städte der Welt ab Anfang der 1970er Jahre erstmals mittels hochprofessioneller und künstlerischer Luftbildfotografie abgebildet hat. Als der Text fertig war, stellte sich die Frage nach einer angemessenen Illustration. Ich suchte im Internet und fand das perfekte Foto: Dean Marin liest mit einem Drink in der Hand die Drinking Man's Diet!

 

Die Redaktion von Mixology war begeistert. Doch war dieses Bild auch rechtefrei? Oder müssten noch irgendwo Abdruckrechte eingekauft werden? Gemeinsam mit der Designerin des Magazins machte ich mich auf die Suche. Ich fand die Quelle dieses Fotos, nämlich die Seite 8 in The Miami News vom 17. Juni 1961. Diese Zeitung wurde 1972 von einem anderen Verlag aufgekauft und die Rechtesituation ließ sich nicht mehr klären. Deshalb entschied sich Mixology für eine zeichnerische Illustration dieses Motivs,damit niemand von der parasitären deutschen Abmahn-Mafia angewanzt kommt. 

Dabei trat ein viel interessanterer Aspekt dieses Fotos in den Hintergrund: Es ist eine Fälschung! Denn wie soll Dean Martin 1961 ein Buch gelesen haben, das erst 1964 erschienen ist? Die Titelseite ist auch ein bisschen zu gut ausgeleuchtet und lesbar für ein reines Pressfoto, das als Schnappschuss aufgenommen wurde. Außerdem sieht man am Schatten des Glases, das er in er Hand hält, dass die Lichtquelle relativ hoch über der linken Schulter des Fotografen gewesen sein muss – wodurch der Buchrücken deutlich stärker ausgeleuchtet sein müsste als er es ist, etwa so wie der Fingernagel des abgebogenen Zeigefinger von Dean Martin. Wie auch immer, Dean Martin kann dieses Buch nicht zu diesem Zeitpunkt gelesen haben. Ehrlich gesagt habe ich den Schalk Robert Cameron im Verdacht, dass er diese Fälschung selbst in den Umlauf gebracht hat. 

9. Dezember 2011

Google Adwords zensiert die Samurai-Diät

Ende eines wochenlangen Gerangels: Ich stelle die Werbung für die Samurai-Diät auf Google mit dem Dienst Google Adwords ein, weil Google die Inhalte der Website zensieren wollte.

Am 1. November erhielt ich eine Meldung, dass die Bannerwerbung für die Samurai-Diät wegen eines Richtlinienverstoßes nicht mehr geschaltet wird. Ich hatte keine Ahnung, worum es ging, und schrieb den Support an. Am 3. November erhielt ich folgende Nachricht:

  • "Ich möchte Ihnen erläutern, warum www.samuraidiaet.de gesperrt wurde und worin das Problem liegt. Laut unseren AdWords Richtlinien ist es nicht zulässig ein bestimmter Gewichtsverlust innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu versprechen. Es handelt sich auch darum, dass:
    - keine Ergebnisse garantiert werden können,
    - die individuelle Ergebnisse abhängig von der Person sind (z.B. kein Jojo-Effekt). 
    Deshalb wurden einige Formulierungen and Ihrer Website als irreführend erkannt. Die Richtlinien sind strikt. Ich werde in diesem Fall aber mit Ihnen zusammenarbeiten und Ihren Fall bei unseren Richtlinien-Experten vortragen, damit Sie wieder mit uns werben können. Hierzu benötige ich jedoch Ihre Mitarbeit. Entfernen Sie bitte Formulierungen von der Website und von den Anzeigen, die als irreführend (laut AdWords Richtlinien) erkannt werden können. Hier ein Beispiel dafür: "wie man in zwei Wochen 10 Kilogramm abnehmen kann"
Ich war natürlich erstaunt über diese wohlwollende Überwachung meiner Website-Inhalte, nahm die Kritik aber erst einmal konstruktiv. Ich fügte also die Seite "Wichtige Hinweise!"  ein, wo ich die wichtigsten gesundheitlichen Voraussetzungen für die Samurai-Diät erläutere. Außerdem habe ich einige stark werbliche Formulierungen abgemildert und alles getilgt, was als Erfolgsgarantie aufgefasst werden könnte. Doch Google wollte noch mehr.  
  • "Vielen Dank für Ihre Bemühungen, Ihre Webseite gemäß unseren Richtlinien zu gestalten. Ich möchte Sie noch um eine weitere Änderung bitten. Entfernen Sie bitte die Formulierungen wie "10 Kilo in 2 Wochen" von den Anzeigen und melden Sie sich bei mir. Dann werde ich eine erneute Überprüfung Ihres Anliegens einreichen." (7. November)
Das war auch kein Problem. Doch dann ging Google zu weit.
  • "Vielen Dank für Ihre Geduld. Ich habe eine Rückmeldung von unseren Experten erhalten und ich teile Ihnen gerne mit, welche Änderungen an der Website immer noch erforderlich sind. Die Richtlinien sind sehr strikt und deshalb möchte ich Sie bitten die Website entsprechend zu ändern. Entfernen Sie jeglichen Inhalt, der deutliche Gewichtsverluste in sehr kurzer Zeit verspricht oder einen bestimmten Gewichtsverlust innerhalb eines bestimmten Zeitraums verspricht. 
    Hier ein Beispiel: "Beim ersten Mal und in den folgenden Jahren habe ich immer wieder eine Netto-Gewichtsabnahme von 10 Kilogramm in zwei Wochen erreicht. Das Maximum waren 12 Kilogramm in dieser Zeit, wobei darin auch die neu gebildete Muskelmasse enthalten ist." Ich verstehe, dass es ein Testimonial ist, aber in diesem Fall sind Formulierungen mit genauen Zahlen nicht erlaubt." (16. November)

Da ist mir der Kragen geplatzt und ich antwortete der freundlichen Person vom Support mit einer Kündigung.

  • "Sehr geehrte.........., da haben Ihre Experten überzogen! Das ist Unsinn, das akzeptiere ich nicht und verzichte daher auf Werbung mit Google-Adwords. Mir reicht die Facebook-Bannerwerbung, die genauso viel kostet, aber anders als bei Google auch ein Logo mit ausliefert. 

    Trotzdem, vielen Dank für Ihre Mühe. Der erste Teil hat ja wirklich zur Verbesserung der Website geführt."

Auf Google darf jeder Kredithai, Penisverlängerer und Bauernfänger werben, aber ausgerechnet bei Diäten machen sich unsere amerikanischen Freunde in die Hosen! Weil sie die selbst am Nötigsten hätten? Keine Ahnung. Wenn sie aber wüssten, dass alle Diätversprechen bisher Lügen waren und was für eine millardenschwere Industrie dahinter steckt - dann, ja, DANN würden sie nur noch die Samurai-Diät bei sich werben lassen!

Ihr seht, ich versuche es von der komischen Seite zu sehen. Aber es zeigt sich doch wieder die wohlwollende Diktatur der großen amerikanischen Technologie-Anbieter, die immer noch glauben, es den protestanischen Taliban in ihrem Land auch global recht machen zu müssen.

25. Oktober 2011

Ich habe gerade ein interessantes Buch entdeckt, das sich sehr gut in das Kapitel Ein hedonistisches Manifest der Samurai-Diät eingefügt hätte. Der PR-Experte und Ernährungswissenschaftler Uwe Knop hat inzwischen die 3. Auflage seines selbstverlegten Buches Hunger und Lust. Das erste Buch zur kulinarischen Körperintelligenz veröffentlicht. Für das Buch erhielt er bereits im März 2010 den BoD (Book-on-Demand)-AutorenAward. Alle Informationen über Autor und Buch finden sich auf www.echte-esser.de.

Besonders spannend fand ich ein Interview mit Knop, das unter dem Titel Diättrends 2012 - Alte Versager in neuem Gewand gerade auf www.heilpraxisnet.de erschienen ist. Die Fragen sind klug gestellt und von Knop ebenso klug beantwortet. Seine Ablehnung der herkömmlichen Diäten ist gut begründet und inzwischen wissenschaftlich bewiesen:

"Mittlerweile ist klar: Diäten führen kurzfristig zum Abbau von Fett- und Muskelmasse [Unterstreichung von mir]. Aber nach Beendigung bewirken die Abspeckkuren genau das Gegenteil: Man wird prompt wieder schwerer - aufgrund der schnellen Fetteinlagerung. Das ist der bekannte JoJo-Effekt."

Genau in diesem Punkt unterscheidet sich die Samurai-Diät von allen anderen herkömmlichen Diäten, siehe Die Entdeckung.

Knop geht vor allem auf unser Verhältnis zum Hungergefühl ein. Das ist inzwischen durch allerelei (pseudo)wissenschaftlichen Unsinn, der zu bunten Volksweisheiten geronnen ist, massiv gestört. Deshalb zitiere ich die letzte Frage und Antwort vollständig:

"Letzte Frage: Wie isst man denn Ihrer Meinung nach grundsätzlich gesund und richtig?
Vertrauen Sie Ihren Gefühlen Hunger und Lust, anstatt auf Ernährungsregeln oder -päpste zu hören. Der Nutzen von Regeln wie fünf Mal am Tag Obst und Gemüse zu essen, täglich zwei Liter Wasser zu trinken oder weniger Fleisch zu essen ist nicht belegt – es ist nicht mehr als eine Vermutung. Meine kritische Auswertung von über 300 aktuellen Studienergebnissen der Jahre 2007-11 hat ergeben: Derartige „Volksempfehlungen“ sind nur statistische Spielereien ohne Beweiskraft. Kein gesunder Mensch braucht diese Ernährungswissenschaft und daraus resultierende Regeln. Es kommt generell weniger darauf an, was Sie essen, wenn Sie Hunger haben, sondern dass Sie sich dabei wohl fühlen und genießen, bis Sie satt sind. Nur Ihr Körper weiß am besten, was gutes Essen für Sie ist, sonst niemand."

Das hätte gut in Das hedonistische Manifest gepasst!

Samurai-Diät